Schwieriger Start in die Gemüsesaison

Pfuh, jetzt haben wir schon lange nichts von uns hören lassen. Aber: Es gibt uns noch! Seit unserem letzten Eintrag gibt es einiges zu erzählen..

Der Winter
Irgendwie wollte er sich nicht vom Frühling vertreiben lassen! Wie ihr alle sicher miterlebt habt, war es bis vor ein paar Wochen noch sehr düster und kalt. Schnee und Eis, Regen und Nebel – und das alles bis in den April hinein! Mal abgesehen davon, dass so ein Wetter die Stimmung nicht unbedingt hebt, ist es auch für den Start in die Gemüsesaison nicht förderlich.. Um ehrlich zu sein: Wir waren in den letzten Wochen teilweise echt verzweifelt. Das einzig tröstliche daran ist, dass wir nicht die einzigen sind, denen es so gegangen ist bzw. so geht. Für manche Bäuerinnen und Bauern stehen durch den verzögerten Frühling Existenzen auf dem Spiel, vor allem wenn sie sich spezialisiert haben. So manch eine*r war gezwungen, tausende von Jungpflanzen oder Blumen auf den Müll zu kippen. Sehr viele Gemüsebäuerinnen und -bauern sprechen von 3-4 Wochen Verzug in Bezug auf die Gemüseproduktion. Wir können uns alle vorstellen, wie die Lebensmittelkonzerne darauf reagieren (werden): Einfach Gemüse aus andere Ländern kaufen.. Für die österreichischen Bäuerinnen und Bauern ein Desaster!

Für uns ist es natürlich auch nicht die angenehmste Situation, die Risikoteilung unserer frisch gegründeten SoLawi gleich zu Beginn dermaßen zu strapazieren. Wir haben uns viele Gedanken gemacht, wie wir mit diesem schwierigen Saisonstart umgehen können. Als wir unseren Mitgliedern erzählt haben, vor welchen Problemen wir stehen, waren wir schließlich erleichtert. Es kamen durchwegs ermutigende Rückmeldungen – Danke! Es ist schön, diesen Rückhalt zu spüren! Und: Mittlerweile können wir sogar ohne Schwimmflügerl aufs Feld gehen 🙂

Nun zu den sonnigen Neuigkeiten!
Die Jungpflänzchen gedeihen schön und freuen sich über jeden Sonnenstrahl. Über die Pflänzchen hier im Bild (links) wird sich eines unserer Mitglieder wohl ganz besonders freuen 🙂 Im Folientunnel geht’s auch schon rund – Radies, Rüben, Spinat und verschiedene Salate wachsen um die Wette. Und auch die frisch gesetzten Himbeeren, die wir von zwei ganz lieben Freunden geschenkt bekommen haben, treiben gut aus – Danke, Jörg und Ralf! Ein weiteres schönes Erlebnis war das Bärlauch-Pflücken (eigentlich ja Schneiden, denn die Zwiebelchen sollen ja in der Erde bleiben, um nächstes Jahr wieder austreiben zu können) vergangene Woche. Wir haben dann gleich eine Nachtschicht eingelegt um den Bärlauch zu Pesto zu verarbeiten. Mjam mjam. Ach ja, und keine Sorgen bezüglich Verwechslungsgefahr mit Maiglöckchen o.ä. – zum einen sind die gut auseinanderzuhalten, zum anderen hatten wir ein Plätzchen bei dem wir auf Nummer sicher gehen können. Im Garten eines Mitglieds wächst der Bärlauch nämlich durch den Gartenzaun vom Nachbarn, der ihn vor ein paar Jahren bewusst gepflanzt hat. Toll, dass sich das grüne Knofi-Pflanzerl dort so fein vermehrt, und wow, das ist ja absoluter Luxus, ihn im eigenen Garten zu haben 🙂 Danke, Rosi!

  

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