SoLawi Tagung 2015

Gestern sind wir von der zweiten österreichischen Tagung Solidarischer Landwirtschaft zurückgekommen – inspiriert, euphorisiert, bewegt und erschöpft. Es war ein aufregendes und schönes Wochenende, mit vielen lieben Leuten, denen Ernährungssouveränität ebenso ein Anliegen ist wie uns. Uns wurde wieder mal so richtig bewusst, wie wichtig es ist, für das einzutreten, was uns wichtig ist, und gemeinsam mit Gleichgesinnten was auf die Beine zu stellen – Alternativen zur industrialisierten, ausbeuterischen und undemokratischen Landwirtschaft zu entwickeln. Und nebenbei noch eine Menge Spaß zu haben! 🙂

Am Samstag Vormittag wurden nach einer Kennenlern-Runde die Ergebnisse von zwei Forschungsarbeiten präsentiert (Eva Krall; Stephan Pabst), die sich mit den Beweggründen von Ernteteiler*innen beschäftigen, also wieso diese in einer SoLawi Mitglied (geworden) sind. Zudem präsentierte ich [Michaela] gemeinsam mit Eva Maria Haas (Mitglied der Gela Ochsenherz) die Ergebnisse einer Bäuer*innen-Befragung, bei der wir versuchten rauszufinden, was Bäuerinnen und Bauern dazu bewegt, SoLawi zu machen – die Herzensangelegenheiten von unseren lieben Kolleg*innen inklusive uns von der SoLawi Sepplashof also.
Nach der Mittagspause mit leckeren mitgebrachten Speisen sowie einer grandiosen RoteRübenSuppe vom VoKü Kollektiv „Schmackofatz“ ging es weiter mit Workshops zu folgenden Themen: +) Plattformgründung Solidarische Landwirtschaft in Österreich +) Leitbildentwicklung für die österr. SoLawi-Bewegung  +) Neugründung einer SoLawi / Politisches +) Bodenfreikauf +) Gewaltfreiheit.
Nach dem Abschluss-Plenum und der Einigung auf die nächsten Schritte in Richtung einer österreichischen Netzwerkgründung für Solidarische Landwirtschaft ging es dann ins Tüwi, wo wir beim SoLawi-Soli-Fest das Gemüse zum Tanzen brachten 🙂
Gestern, Sonntag, gab es noch eine spannende Exkursion zur Gela Ochsenherz, der ersten SoLawi in Österreich, bei der es ausreichend Gelegenheit zum Praxisaustausch gab.

Der ausführliche Bericht zur Tagung wird sobald wie möglich hier zu finden sein.

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Herzliche Einladung!

Lasst uns gemeinsam das Gemüse zum Tanzen bringen! 🙂

solawi soli-fest

Die Veranstaltung findet im Rahmen der 2. Tagung für Solidarische Landwirtschaft in Österreich statt.
Weitere Infos: http://www.ernährungssouveränität.at/wiki/Solidarische_Landwirtschaft

Dein Ernteanteil vom Sepplashof!

Wir haben für die Gemüse-Saison 2015 noch drei Ernteanteile zu vergeben! Bei Interesse, bitte rasch bei uns melden! 🙂

Gemüsevielfalt vom Sepplashof
(c) Foto: Petra Levonyak

Kale is the new black :)

Grünkohl ist nun erfreulicherweise auch in Österreich auf dem Vormarsch! Naja, zumindest bei uns am Sepplashof 😉
Eine der vielen Zubereitungsarten könnt ihr euch in diesem Video von Green Kitchen Stories ansehen. Sehr empfehlenswert, mjam!

Sauerkraut – do it yourself

Eine Foto-Story..

Veranstaltung „Globale Verantwortung braucht lokale Impulse“

Wer hat Lust, uns hier beim Sepplashof-Infotisch zu besuchen? 🙂

Mehr Infos zur Veranstaltung findet ihr hier: http://www.oho.at/de/programm/get/page/20.9.2014-globale-verantwortung-braucht-lokale-imp/

Ausbeutung von Erntehelfer*innen

Wir möchten euch auf einen Artikel in der aktuellen Ausgabe des Magazins Datum – Seiten der Zeit hinweisen.

"Hauptsache billig"

Darin geht es um die prekäre Situation von Erntehelfer*innen aus Osteuropa, die speziell für die Erntesaison nach Österreich kommen. Unserer Meinung nach ein Thema, das viel mehr Aufmerksamkeit braucht! Unfassbar, dass in diesem so reichen und vermeintlich „fortschrittlichen“ Land nahezu die gesamte Gemüseproduktion auf der Ausbeutung von ausländischen Erntehelfer*innen basiert. Da bekommt auch „regional“ eine ganz neue Bedeutung.

Ob es ohne diese Form der modernen Sklaverei wohl überhaupt österreichisches Gemüse im Supermarkt gäbe?

Die gekürzte Version des Artikels könnt ihr hier nachlesen: http://www.datum.at/artikel/fuer-eine-handvoll-euro/

Für eine Hand voll Euro

Ein Grund mehr, nach Alternativen zu suchen und neue Konzepte wie Solidarische Landwirtschaft zu probieren. Wobei das Engagement für ein faires Lebensmittelsystem natürlich nicht hier enden sollte!